2 neue Handaufzuchten, Omar & Shu

Die traurige Nachricht kam aus der Konrad-Lorenz-Forschungsstelle in Grünau im Almtal, dass Aramis, die Räbin und Partnerin von Paul im April verstorben ist. Erste Autopsieberichte ergaben als Todesursache einen Tumor……. darüber hinaus war Paul nicht gewillt die beiden Jungvögel im Nest zu versorgen. Nach 1,5 Tagen des Wartens und Bangens wurden die beiden Rabenbabies kurzerhand an den Haidlhof geholt.

Die gute Nachricht: sie entwickeln sich bestens, kommen hervorragend miteinander aus und sind auch bereits in unserer Nichtbrüter-Damen-Truppe (Bertie, Chulo, Murphy und Piko) integriert.

Davon konnte sich auch Thomas Bugnyar selbst überzeugen! Omar hält sich dezent im Hintergrund und Shu ist noch nicht ganz sicher ob ihr das Posieren auch gefällt…….

Wir nehmen Abschied von Christoph Prinz

Mit großer Bestürzung haben wir erfahren, dass Altbürgermeister Christoph Prinz im Alter von nur 55 Jahren am 13. Mai 2025 verstorben ist. Seit der Eröffnung der Forschungsstation Haidlhof im Jahr 2011, hatte er in seinem Amt als Bürgermeister der Stadt Bad Vöslau immer ein offenes Ohr für unsere Anliegen. Ein großartiger Mensch voller Wertschätzung und Offenheit für Neues, der sich unermüdlich nicht nur für unsere wissenschaftlichen Anliegen eingesetzt hat – so wird er uns in Erinnerung bleiben. Unsere Anteilnahme gilt in dieser schweren Stunde seiner Ehefrau und seinen beiden Kindern.

Von wegen „Spatzenhirn“

Österreich macht Konrad Lorenz alle Ehre. ORF Topos zeigt mit den beiden Verhaltensbiolog*innen Alice Auersperg und Thomas Bugnyar, was ihre Kakadus und Raben können und wie wenig Berechtigung das oben erwähnte Schimpfwort hat.
Den Beitrag von ORF Topos finden sie hier. Das Video zu „Mayrs Magazin“ wurde am 28. Februar um 18.30 Uhr in ORF2 gesendet und ist im ORF-Archiv hier zu finden.

Foto: A. Auersperg

Neuer Kolkrabe im Team!

Seit letzter Woche verstärkt ein junger, ca. 2-3 jähriger Kolkrabe das Nichtbrüter-Team an der Forschungsstation Haidlhof. Das Geschlecht ist noch nicht geklärt, es gilt DNA-Analysen abzuwarten. Bis dahin wird er wie bereits im Naturschutzzentrum Bruck an der Mur auch weiterhin „Bertie“ heissen.

Das Naturschutzzentrum ist primär eine Auffangstation für verwaiste, verletzte oder beschlagnahmte Eulen und Greifvögel, aber auch Dohlen, Kolkraben und sogar Ziegen haben hier ein Zuhause gefunden. Die kleine, sehr naturnahe Anlage unter der Leitung von Thomas Zoth, können Sie von Anfang April bis Ende Oktober, jeweils von 9:00 – 17:00 Uhr gegen eine freiwillige Spende besuchen. Ein kleiner Abstecher auf der Durchreise oder bei einer Wanderung auf den Brucker Hausberg Hochanger zahlt sich auf jeden Fall aus!

Frohe Festtage!

Es freut uns, dass wir im neuen Jahr wieder Führungen bei den Kolkraben, Krähen und Keas anbieten können…. die erste öffentliche und kostenfreie Führung ist bereits am Freitag, 3. Jänner 2025, pünktlich um 12:00 Uhr. Treffpunkt vor dem Vierkanthof, die Dauer ist ca. 90 Minuten und der Inhalt der Führung ist für jeder Altersgruppe geeignet.

Darüber hinaus können wir wieder private Führungen an Samstagen, Sonntagen und Feiertagen anbieten – da diese Tage forschungsfrei sind, können wir uns mehr Zeit lassen und uns ganz auf ihre Gruppe (max. 20 Personen) und ihre Fragen und Interessen  einlassen. Für diese Führungen bitten wir um einen Unkostenbeitrag von pauschal € 85,- der direkt vor Ort an ihren Guide geht. Einen Termin können sie jederzeit per E-mail unter haidhof@univie.ac.at vereinbaren. Allerdings weisen wir bereits jetzt auf leichte Einschränkungen in der Brut- und Aufzuchtzeit der Kolkraben (Februar bis Mitte Juni) hin – bitte um ihr Verständnis, dass man in dieser Zeit mir größeren Gruppen ab 10 Personen nur kurz vor den Volieren stehen bleibt. Die Aufregung bei den Rabeneltern wäre sonst zu groß!

Es bleibt uns, Ihnen ein schönes Weihnachtsfest, geruhsame Feiertage und einen guten Rutsch ins neue Jahr zu wünschen!

Wir freuen uns auf ihren Besuch,
Das Haidhof-Team

US-Forscherin zu Gast am Haidlhof!

Die US-amerikanische Professorin Dr. Irene Pepperberg erforscht seit fast 40 Jahren die Intelligenz und das Sprachvermögen des Afrikanischen Graupapageis (Psittacus erithacus). Letzten Freitag hat sie die Forschungsstation Haidlhof und das Kea Lab rund um Dr. Raoul Schwing besucht. 2009 erschien ihr Buch „Alex und Ich. Die einzigartige Freundschaft zwischen einer Harvard-Forscherin und dem schlausten Vogel der Welt“ .

Alex lernte in seiner für Graupapageien kurzen Lebenszeit von nur 31 Jahren an die 500 Wörter und konnte mit 100 davon aktiv umgehen. Seine Leistungen zeigten sich somit nicht durch die Lösungen von operanten Aufgaben, sondern durch den intelligenten Gebrauch seiner kommunikativen Fähigkeiten. Da Vogelgehirne ganz anders organisiert sind als jene von Säugetieren, haben diese Ergebnisse interessante Auswirkungen auf die Erforschung und Entwicklung von Vokalerwerb, Kommunikation und Kognition.

Irene Pepperberg (im violetten Mantel), 2024 an der Forschungsstation Haidlhof

Das ist Ferdi!

Eines Tages während der Corona Pandemie, kam er einfach auf unseren Balkon in Berlin /Weißensee. Er muß ein Baby gewesen sein, da er so tollpatschig war, seine Federn flauschig und auf der Innenseite seines Schnabels war er rot. Seine Augen waren wunderschön. Nach einiger Zeit nahm er Erdnüsse aus meiner Hand. Nach dem Füttern schlief er in einem Blumentopf ein.

An einem anderen Tag verschwand er so rasch wie er gekommen war. Ferdi war der Sohn von „Big Daddy“ und „Mary“ – zwei scheue Krähen in unserem Hinterhof.

Anna Arendt, 2022

(schreiben sie ihre kurze Geschichte und/oder ein Foto an: haidlhof@univie.ac.at)

Erholsame Feiertage!

Ganz egal, ob Sie mit 31. Oktober eine großartige Halloween Party veranstalten, oder lieber Allerheiligen und Allerseelen beschaulich mit Freunden, Familie oder auch alleine verbringen……

…..das Team der Forschungsstation Haidlhof wünscht Ihnen bei Ihren Unternehmungen alles Gute, verbringen Sie eine schöne Zeit und bleiben Sie gesund!

NÖ Wissenschaftspreis 2024: Ludwig Huber

Univ.-Prof. Dr. Ludwig Huber von der Veterinärmedizinische Universität Wien, Forschungsstation Haidlhof erhielt einen Würdigungspreis für seine bahnbrechende Arbeit in der Kognitionsbiologie, die das Denken verschiedener Tierarten untersucht. Seine Arbeit trägt zu einem besseren Verständnis und Schutz von Tieren bei. „Wir untersuchen, wie Tiere denken, wie sie fühlen und damit auch die Selbsterkenntnis.“ Huber präsentierte bei der Gala die diesmal am Institute of Science and Technology Austria (ISTA) in Klosterneuburg stattfand, kleine Stöckchen, die von Goffini-Kakadus als Werkzeuge verwendet werden: „Da sind Werkzeuge, die von Tieren innovativ hergestellt wurden. Es zeigt, was Tiere auch mit einem sehr kleinen Köpfchen und Hirn schaffen können.“ Wir gratulieren ganz herzlich!

Die Würdigungspreisträger des Wissenschaftspreises 2024, Thomas Eiwegger (2. v. l.) und Ludwig Huber (2. v. r. ) mit Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf. © NLK Burchhart

Derzeit keine Haidlhof Führungen!

Leider können wir aufgrund von Maßnahmen zur Erhaltung der Tiergesundheit ab 22.08.2024 keine Führungen an der Forschungsstation Haidlhof anbieten.

Wir informieren Sie so bald wie möglich über Besuchsmöglichkeiten im Jahr 2025. Vielen Dank für Ihr Verständnis!