Umzug der jungen Kolkraben

13 Stück der voll ausgewachsenen Kolkraben sind nach 4 Monaten von der Forschungsstation Haidlhof an die Konrad-Lorenz-Forschungsstelle Grünau im Almtal übersiedelt. Dort wurden sie bereits in den ansässigen Bestand an Kolkraben re-integriert. Ein mehrjähriges Forschungsprojekt von Thomas Bugnyar und seinem Team soll zeigen, wo sich die individuell markierten und besenderten Raben aufhalten und mit welchen Raben sie weiterhin Kontakt halten. Fotos von Matthias Loretto.

Besuch aus dem Tiergarten Schönbrunn

vom neuen Direktor des ältesten Zoos der Welt, Stephan Hering-Hagenbeck und seine Mitarbeiterin Regina Kramer als Kuratorin für Artenschutz und Forschung. So riesig der Unterschied zwischen dem Zoo Schönbrunn und der Forschungsstation Haidlhof auch ist, wir haben ein gemeinsames Forschungsprojekt: unser Kolkraben-Pärchen Rufus und Munia die seit 2016 in Schönbrunn in einer wunderschönen, riesigen Voliere einquartiert sind – nähere Infos hier.

von links: Regina Kramer, Kuratorin I Florian Vogel, leitender Tierpfleger HH I Gerald Bamesberger Tierpfleger HH, Alperçan Aktas, Tierpfleger-Lehrling HH I Stephan Hering-Hagenbeck, Direktor Tiergarten Schönbrunn I Thomas Bugnyar, Professor für Ethologie, Universität Wien.
vorne: Petra Pesak, Managerin der Forschungsstation Haidlhof und ihr Hund Ryu.

Brutzeit!

Der erste Nachwuchs ist bereits da – teilweise sitzen unsere Raben auf ihrem Gelege, aber mit Hilfe der 24-Stunden Brutnischenkameras können wir bereits den einen oder anderen Jungvogel beobachten. Die Eiablage (irgendwo zwischen 2-7 Eiern) erfolgt meist Mitte Februar, die Brutzeit dauert rund 20 Tage, die Nestlingzeit der jungen Raben die vollkommen blind und nackt geboren werden beträgt rund 40 Tage. Alles in allem verlassen die jungen Raben zwischen Mitte April und Mitte Mai ihr Nest zum ersten Ausflug.

Spendable Rabenvögel: Sozialleben der Tiere entscheidend für ihre Großzügigkeit

Der Blick auf die Großzügigkeit von Rabenvögeln macht Parallelen zur menschlichen Evolution sichtbar. Auch bei Raben, Krähen, Elstern und Co. führen gemeinschaftliche Jungenaufzucht und erhöhte Toleranz gegenüber Artgenossen zur Entstehung von großzügigem Verhalten – ganz ähnlich wie bei unseren menschlichen Vorfahren. Ein internationales Forschungsteam um Lisa Horn an der Universität Wien hat nun gezeigt, dass das Sozialleben der Rabenvögel dafür ausschlaggebend ist, ob die Tiere auch großzügig agieren können. Die Ergebnisse ihrer Studie wurden in der Fachzeitschrift „eLife“ publiziert.

Blauelstern (Cyanopica cyanus)

FWF Projekt für Thomas Bugnyar

„Soziale Erfahrung und Kompetenz bei Raben“ – so lautet der Titel von Thomas Bugnyars neuesten Projekt, welches er als Professor für Kognitive Ethologie am Department für Verhaltens- und Kognitionsbiologie der Universität Wien mit seinem Team an den Forschungsstätten Haidlhof und Grünau im Almtal durchführen wird.

Riesenkürbisse für Kunekune

Martin Dorner, Teilnehmer aus Großau an der Kürbis Staatsmeisterschaft auf der Garten Tulln, hat am 19. September zwar mit seinem „Bluza“ nicht den ersten Preis gewonnen, aber dem PigLab am Haidlhof den über 300 kg schweren Riesenkürbis gespendet! Bei der Übergabe mit Bgmst. Christoph Prinz an die PigLab Managerin Marianne Wondrak gab es vor allem einen Gewinner: die Kunekune!

Lange Nacht der Forschung

Die Lange Nacht der Forschung (LNF) ist einzigartig. Sie ist das größte Event für Wissenschaft und Forschung im deutschsprachigen Raum. Alle 2 Jahre werden an einem Abend in ganz Österreich innovative Erkenntnisse und bahnbrechende Technologien für ein breites Publikum zugänglich gemacht. Das gesamte Online-Programm steht von 9. Oktober bis 30. Dezember 2020 zur Verfügung. Die Forschungsstation Haidlhof ist mit zwei Präsentation vertreten: Soziokognitive Fähigkeiten bei Schweinen mit Marianne Wondrak und Selbstwahrnehmung bei Raben mit Lisa-Claire Vanhooland.

Soziokognitive Fähigkeiten bei Schweinen, Lange Nacht der Forschung 2020
Selbstwahrnehmung bei Raben, Lange Nacht der Forschung 2020

FWF Projekt für Raoul Schwing

Menschen lernen viele ihrer Fähigkeiten durch das Imitieren anderer. Obwohl soziales Lernen bei vielen Tierarten gezeigt werden konnte, fehlt der Beweis einer „echten“ Imitation grossteils. Raoul Schwing, Universitätsassistent der Vergleichenden Kognitionsforschung am Messerli Forschungsinstitut der Veterinärmedizinischen Universität Wien und Kea Lab Manager am Haidlhof möchte in diesem 3-jährigen Projekt neue Wege beschreiten um unser Wissen über Imitation bei nicht menschlichen Tieren zu fördern.