Sommerzeit ist Gelsenzeit.
Die kleinen Plagegeister können zwar juckende Stiche hinterlassen, doch viel wichtiger ist: Manche Mücken übertragen auch Krankheitserreger wie das West-Nil-Virus (WNV).

Unser heutiger Haidlhof-Gast, der klinische Virologe Norbert Nowotny konnte bestätigen, dass mit heutigem Wissensstand für Menschen in Österreich nur ein sehr geringes Ansteckungsrisiko besteht. Seit 2015 werden jährlich lediglich fünf bis sieben Fälle gemeldet – 2023 sogar nur einer, der vermutlich aus dem Ausland eingeschleppt wurde. Die Krankheit verläuft in den meisten Fällen mild oder bleibt unbemerkt. Nur in sehr seltenen Fällen kommt es zu schwereren Verläufen. Todesfälle sind hierzulande bisher nicht bekannt.

Anders sieht es bei einigen Vogelarten aus, wie z.B. Keas die besonders empfindlich reagieren können. Deshalb schützen wir an der Forschungsstation Haidlhof unsere Tiere mit zusätzlichen Maßnahmen, zum einen mit Gelsenfallen für ein gezieltes Monitoring durch die AGES (Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit) und zum anderen mit Moskitonetzen über die Abteile der infizierte Vögel. So sorgen wir dafür, dass unsere gefiederten Bewohner bestmöglich vor weiteren Infektionen geschützt sind. „Eine Übertragung von Vogel zu Vogel, oder von Vogel zu Mensch ist nicht möglich“, sagte der Experte.

👉 Für unsere Besucher*innen bedeutet das:
Sie können die Forschungsstation wie gewohnt besuchen (jeden ersten Freitag im Monat um 12:00 Uhr oder als private Führung mit Voranmeldung unter haidlhof@univie.ac.at), spannende Einblicke in unsere Arbeit erhalten und dabei sicher sein, dass wir alle notwendigen Vorkehrungen treffen. Gerne informieren wir Sie auch direkt vor Ort über die Schutzmaßnahmen und über unsere aktuellen Forschungsprojekte.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch und darauf, unser Wissen mit Ihnen zu teilen!

v.l.: Koordinatorin P. Pesak, Kea Lab Managerin M. Lambert, Virologe N. Nowotny, Leiter der Tierpflege F. Vogel, 2025

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